April 1

0 Kommentare

By Verena Krone

April 1, 2022


Energielos? Woran solltest du denken? Das kannst du jetzt tun!

Laut der pronova BKK fühlen sich 61% der Deutschen gestresst und erschöpft. Sie sind energielos und haben typische Burnout-Symptome. Ein alarmierender Zustand für die gesamte Gesellschaft, aber ganz besonders für jeden Betroffenen. Du fühlst dich energielos? Ich zeige dir, woran du denken solltest und was du jetzt sofort tun kannst.


Energielos: Diese Symptome lassen ein Problem in der Verteilung der Energie vermuten.

Fühlen wir uns energielos, schlapp und ausgebrannt, dann kann es hierfür sehr viele verschiedenen Ursachen geben. Was alle gemeinsam haben ist, dass eine Störung in der Energieproduktion und -verteilung vorliegen muss.

Bei diesen Symptomen denke ich automatisch daran, dass etwas im Energiehaushalt nicht ganz stimmt:

  • Antriebslosigkeit

  • Erschöpfung

  • Stimmungsschwankungen

  • Blähungen

  • kalte Hände und/oder Füße

  • Bluthochdruck

  • Verdauungsbeschwerden

  • Störungen in der Blutgerinnung

  • Essstörungen

  • Muskelschwund

  • Sehnenbeschwerden

  • Infektanfälligkeit

  • Allergien

Chronische Erkrankungen haben natürlich alle etwas mit einem Energieverteilungsproblem zu tun. Ohne dem hätten sie sich nämlich gar nicht erst entwickeln können.

 

An diese Energieräuber solltest du denken.

Unser Körper ist mega komplex. Alles hängt eng miteinander zusammen. Alles greift mit fein justierten Zahnrädchen ineinander. Da die Ursachen für einen Energiemangel dann auch noch so vielfältig sein können, sehen wir oft vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Lass uns hier Schritt für Schritt ein wenig Klarheit reinbringen.

 

Nährstoffzusammensetzung: Ist deine Ernährung auf energielos eingestellt?

Drei Mahlzeiten am Tag sollten uns alle notwendigen Nährstoffe liefern, die wir so brauchen. Makro- und Mikronährstoffe sind hiermit gemeint.

Zu den Makronährstoffen gehören Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett. Die Etiketten an unseren Lebensmitteln geben hier schon einmal eine ganz gute Übersicht, was drin ist. Alle drei brauchen wir und zwar gesund verteilt. Diese ungünstigen Gewohnheiten beobachte ich in meinen Coachings, bezogen auf die einzelnen Makronährstoffe:

 

Kohlenhydrate

  • Zu viele schnell verfügbaren Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel Achterbahn fahren lassen.
  • Sehr viel Getreide, das unseren Darm stresst.
  • Gemüse könnte deutlich mehr gegessen werden Hier wird zu viel gespart.

Eiweiß

  • Hier beobachte ich, dass oft zu wenig Eiweiß gegessen wird. Dabei sind Eiweiße, die Ziegel unseres (Körper-)Hauses. Fehlen sie, bauen wir nichts gut auf.
  • Häufig ist die Qualität der Eiweißquellen ungünstige. Tierische Produkte aus Massentierhaltung und/oder Pflanzen, die zu viele Antinährstoffe enthalten, die dann wiederum unseren Darm stressen.

Fette

  • Wahl der falschen Fette, die ein ungünstiges Fettsäurenprofil haben.
  • Gleiches gilt für tierische Produkte von schlechter Qualität.
 

Mikronährstoffe: Sie liefern keine Energie, lassen dich bei Mangel jedoch energielos fühlen.

Fehlen uns Mikronährstoffe, zu denen Vitamine, Spurenelemente, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe zählen, fühlen wir uns auch schnell energielos. Im gegensatz zu den Makronährstoffen liefern sie zwar keine Energie in Form von Kalorien, doch sie werden dringend gebraucht, um auf Zellebene überhaupt Energie produzieren zu können.

Fühlst du dich energielos, könnten folgende Mikronährstoffe fehlen bzw. schlecht aufgestellt sein:

  • Omega-3-Fettsäuren (DHA/EPA)
  • Magnesium
  • Coenzym Q10
  • Vitamin C
  • Vitamin D
  • Glutamin
  • Zink
  • Selen
  • B-Vitamine
  • Pro- und Präbiotika
  • Alpha-Liponsäure
  • L-Glutathion
  • MSM
  • Quercetin
  • Bitterstoffe
 

Organe, die im Ungleichgewicht sind

Alles dreht sich in unserem Körper um Energie. Wir genügend Energie aufgenommen? Produziert? Und dann auch noch gut verteilt? Energielosigkeit hat für mich nichts mit Müdigkeit zu tun. Es sei denn die Müdigkeit wird chronisch. Müdigkeit ist ein Zeichen von “Mach mal eine Pause.” oder “Geh bitte schlafen”. 

Energielosigkeit geht weiter und tiefer. Ein Blick auf die Organe ist hier sehr wichtig.

  • Funktioniert mein Verdauungssytem gut?
  • Habe ich ein gesundes Mikrobiom?
  • Kann meine Leber gut entgiften und ist nicht überlastet?
  • Wie gut läuft mein Zuckerstoffwechsel?
  • Sind meine Nebennieren im Gleichgewicht?
  • Und wie geht es eigentlich meinen Mitochondrien?
 

Merkst du beim Lesen dieser Fragen, wie umfangreich die Themen Energielosigkeit und Erschöpfung sind? Ein Blog reicht nicht, um diese Komplexität abzufangen.

Je nachdem, wo ein Ungleichgewicht vorliegt, gibt es nämlich leicht unterschiedliche Empfehlungen bzw. Prioritäten, was du als erstes anpacken solltest, wenn du dir ein energievolles und gesundes Leben wünschst.

 

Energielosigkeit überwinden: Das gilt für alle Menschen.

Es gibt ein paar Dinge, die für alle Menschen gleichermaßen gelten und für die du auch erst einmal keine individuelle Analyse brauchst.

 

1. Iss dich mit der richtigen Menge an Kalorien satt.

Hierfür musst du einmal deinen Grund-, Leistungs- und Gesamtumsatz kennen. Das ist ein wenig lästig, doch die Rechenzeit lohnt sich, um ein grobes Gefühl zu bekommen. Oft erlebe ich nämlich in meinen Coachings, dass sich Kunden, insbesondere Frauen, ihren Stoffwechsel durch Kaloriensparen und emotionales Essen ordentlich durcheinander gefahren haben.

Deinen Grundumsatz (GU) kannst du leicht mit dieser Formel nach Harris/Benedict berechnen:

Frau: 655 + (9,5 x Gewicht in kg) + (1,9 x Größe in cm) – (4,7 x Alter in Jahren)

Mann: 66 + (13,8 x Gewicht in kg) + (5,0 x Größe in cm) – (6,8 x Alter in Jahren)

 

Nun kommt der Leistungsumsatz dazu, um deinen Gesamtumsatz zu errechnen. Welche Situation trifft am ehesten auf dich zu? Berechne hier deinen Gesamtumsatz:

  • sitzend, kaum körperliche Aktivität (Bürotätigkeit):
    • Frauen: GU x 1,4 = ?
    • Männer: GU x 1,5 = ?
  • sitzen, gehen, stehen (z.B. Lehrer, Studenten, Schüler)
    • Frauen: GU x 1,6 = ?
    • Männer: GU x 1,7 = ?
  • hauptsätzlich stehen und gehen (z.B. Verkäufer, Kellner, Handwerker): GU x 1,8
    • Frauen: GU x 1,8 = ?
    • Männer: GU x 1,9 = ?
  • körperlich anstrengende Arbeit (z.B. Landwirtschaft, Bauarbeit)
    • Frauen: GU x 2 = ?
    • Männer: GU x 2,4 = ?

Hier ein Rechenbeispiel einer 45-jährigen Frau, 85kg, 170cm groß, 40 Jahre alt und von Beruf Lehrerin:

  • Berechnung des Grundumsatzes: 
  • 655 + (9,5 x 85kg) + (1,9 x 170cm) – (4,7 x 45) = 1574kcal
  • Berechnung des Gesamtumsatzes unter Berücksichtigung der täglichen Leistung:
  • 1574kcal x 1,6 =2518,40kcal

Trotz Abnehmwünschen, sollten wir dauerhaft kein höheres Kaloriendefizit als 15% haben.

 

2. Packe deine Kalorien proppe voll mit Nährstoffen.

Nun hast du deine Tageskalorien berechnet. Die Herausforderung ist nicht, diese Kalorien täglich aufzunehmen. Die Kunst ist es, diese nun mit möglichst vielen Vitaminen, Spurenelementen, Mineralstoffen, sekundären Pflanzenstoffen, Ballaststoffen, guten Fetten und Eiweißen zu füllen.

Wie gelingt das leichter? Hier die wichtigsten Erfolgsregeln:

  • Gemüse, Gemüse, Gemüse und dazu ein wenig Obst
  • Regionale und saisonale Pflanzen bevorzugenen. Die haben aufgrund kurzerer Transportwege und kürzerer Lagerung, weniger an Nährstoffen verloren.
  • Kaufen. Kochen. Fazit: Verarbeite deine Lebensmittel zeitnah. Lange Lagerzeiten sind auch hier nicht gut.
  • Eiweiß aus regionalen und artgerechten Erzeugnissen.
  • Fette aus Olivenöl, hochwertigen Nussölen, Butter/Butterschmalz

3. Reduziere alles, was dich unnötig stresst.

Stress ist nicht grundsätzlich schlecht. Ganz im Gegenteil. Wir brauchen unsere Stressreaktionen, um bei Gefahren oder in akuten Entscheidungssituationen gut und schnell reagieren zu können.

Chronischer Stress hingegen ist der absolute Gesundheitskiller. Hier die wichtigsten Faktoren, die uns unnötigen Stress bereiten:

  • häufiges Essen (3 Mahlzieten am Tag reichen)
  • zu viel Zucker und schnell verfügbare Kohlenhydrate
  • viele Fertiggerichte und -prdoukte
  • Naturmangel
  • Bewegungsmangel
  • Schlafmangel
  • zu viele Termine im Kalender
  • viel künstliches Licht
  • zu viele künstliche Elektromagnetische Felder (EMF) durch WLAN, 5G und Bluetooth
  • ungelöste Konflikte
  • ungünstiges soziales Umfeld

Reduziere diese chronischen Stressoren so viel und so gut, wie möglich und wenn du spürst, dass du eben nicht alleine voran kommst, dann nimm dir Hilfe dazu. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke. Stärke und Selbstwertschätzung. Außerdem: Geht es dir selbst nicht gut, wie kannst du dich dann gut um anderen kümmern?

Mach dich selbst zur wichtigsten Person deines Lebens. Ich wünsche dir viel Freude bei der Umsetzung – für ein energievolles und gesundes Leben.



Hier findest du weitere Impulse und Tipps von mir:

Hinterlasse gerne einen Kommentar.

Your email address will not be published. Required fields are marked

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Gesunde Häppchen gibt es auch in meinem Newsletter.