Süßkartoffelnudeln mit Saiblingspesto: Marlenes Lieblingsrezept

Es ist 18:30 Uhr. Der Tag war lang, der Kühlschrank wirkt leer und im Kopf läuft schon der Klassiker: Nudelwasser aufsetzen, Soße aus dem Glas drüber, fertig.

Satt bist du danach. Eine Stunde später hängst du trotzdem schlapp auf dem Sofa, und der Griff zur Schokolade fühlt sich an wie ein Naturgesetz.

Dieses Rezept ist meine Antwort auf genau diesen Abend. Es ist schnell gemacht und gibt deinem Körper etwas, womit er wirklich arbeiten kann.

Marlenes Liebling

Das Rezept stammt von Marlene. Sie ist Physiotherapeutin und kPNI-Therapeutin wie ich. Und sie kocht so, wie wir beide arbeiten: mit echten Lebensmitteln und ohne lange Zutatenliste.

Süßkartoffel statt Weizennudel, ein würziges Pesto aus geräuchertem Saibling, dazu ein grüner Salat. Mehr braucht es nicht für einen Teller, der dich durch den Abend trägt.

Was drinsteckt

Wir schauen biologisch natürlich dahinter. Denn jede Zutat in diesem Rezept hat ihren Job.

Die Süßkartoffel

Ursprünglich kommt sie aus Mittel- und Südamerika. Inzwischen wächst sie auch auf deutschen Feldern.

Ihr kräftiges Orange verdankt sie dem Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A. Dazu liefert sie Ballaststoffe, Kalium und Vitamin E.

Ehrlich eingeordnet: Low Carb ist die Süßkartoffel nicht. Sie bringt Kohlenhydrate mit. Der Unterschied zur Weizennudel liegt woanders. Du isst ein ganzes Gemüse mit all seinen Ballaststoffen statt eines verarbeiteten Getreideprodukts.

Der Saibling

Saibling ist ein Süßwasserfisch und mit dem Lachs verwandt. Er liefert hochwertiges Eiweiß und Omega-3-Fettsäuren.

In der kPNI sind diese Fettsäuren ein Kernthema. Dein Körper baut aus ihnen Botenstoffe, die eine Entzündung nach getaner Arbeit wieder zur Ruhe bringen.

Nüsse und Olivenöl

Macadamianüsse und Olivenöl liefern vor allem einfach ungesättigte Fettsäuren. Und sie haben hier noch eine zweite Aufgabe.

Beta-Carotin ist fettlöslich. Dein Körper nimmt es deutlich besser auf, sobald Fett mit auf dem Teller liegt. Das Pesto macht die Süßkartoffel also erst richtig wertvoll.

Gemüse als Basis, dazu Eiweiß mit gutem Fett: Mit diesem Teller-Prinzip bleibst du lange satt, und der Abend gehört dir statt dem Zuckerhunger.

Das brauchst du

Für die Nudeln

  • Süßkartoffeln (alternativ fertige Süßkartoffel-Spaghetti)
  • etwas Olivenöl zum Braten

Für das Pesto

  • kalt geräuchertes Saiblingsfilet ohne Haut (alternativ geräucherter Lachs)
  • 100 g gesalzene Macadamianüsse (andere Nüsse gehen auch)
  • 7 EL Olivenöl
  • 50 g Parmesan (nach Geschmack mehr oder weniger)

Dazu

  • grüner Salat
  • Spiralschneider sowie Pürierstab oder Küchenmaschine

So geht’s

  1. Schäle die Süßkartoffeln und dreh sie mit dem Spiralschneider zu Nudeln. Ich nutze dafür einen elektrischen Spiralschneider. Das spart Kraft und Zeit.
  2. Für das Pesto zerkleinerst du Saibling, Nüsse und Parmesan grob. Gib alles mit dem Olivenöl in ein hohes Gefäß und mix es mit dem Pürierstab oder in der Küchenmaschine fein.
  3. Erhitze eine Pfanne mit etwas Olivenöl. Brate die Nudeln darin unter Wenden, bis sie gar und noch leicht bissfest sind.
  4. Misch die Nudeln mit dem Pesto und servier sie mit grünem Salat.

Salz und Pfeffer brauchst du nicht. Fisch, Nüsse und Parmesan bringen genug Würze mit.

Gut zu wissen

Ohne Spiralschneider

Fertige Süßkartoffel-Spaghetti findest du im Bioladen oder im Kühlregal. Oder du ziehst mit dem Sparschäler breite Bandnudeln. Die schmecken genauso gut.

Auf Qualität achten

Saibling stammt meist aus Aquakultur. Deshalb bekommst du ihn das ganze Jahr über. Schau genau hin, woher dein Fisch kommt, und greif zu Bio-Ware oder einem Gütesiegel.

In der Schwangerschaft

Räucherfisch gilt in der Schwangerschaft als Listerien-Risiko. Sprich das Rezept in dieser Zeit mit deiner Hebamme oder Ärztin ab. Eine Alternative: Brate ein frisches Saiblingsfilet gut durch und verarbeite es zum Pesto.

Während deiner 30 Verzichtstage

Parmesan ist ein Kuhmilchprodukt. Hältst du gerade deine 30 Tage ohne Kuhmilch durch, nimm Pecorino aus Schafsmilch oder lass den Käse weg.

Mehr davon

Rezepte wie dieses findest du in KOCH DICH GESUND. Über 600 urzeitliche Rezepte (ich selbst sage dazu immer „etikettenfrei“), die schnell auf dem Tisch stehen und deinem Körper geben, was er braucht.

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Deine Verena 🩷

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