Psychoneuroimmunologie: Was ist das?

Wochenlang hast du durchgezogen. Projekt abgeschlossen, keinen einzigen Tag gefehlt. Dann endlich Urlaub. Und am zweiten Morgen kratzt der Hals.

Zufall? Oder hat dein Körper nur gewartet, bis er es sich leisten konnte?

Genau solche Fragen stellt die Psychoneuroimmunologie. In diesem Artikel erkläre ich dir, was hinter dem sperrigen Wort steckt. Und warum die klinische Psychoneuroimmunologie (kPNI) seit über 20 Jahren meine Arbeit als Therapeutin prägt.

Kurz erklärt

Psychoneuroimmunologie – die Definition

Die Psychoneuroimmunologie (PNI) ist die Wissenschaft davon, wie Psyche, Nervensystem, Hormonsystem und Immunsystem miteinander kommunizieren. In alle Richtungen. Kein Organsystem arbeitet allein.

Das Wort selbst verrät schon, worum es geht:

  • Psycho steht für deine Gefühle, Gedanken und dein Verhalten.
  • Neuro steht für Gehirn und Nerven.
  • Immunologie ist die Lehre von deinem Abwehrsystem.
  • Und mittendrin arbeiten die Hormone, die im Namen gar nicht auftauchen.

Im kPNI-Lehrbuch steht augenzwinkernd, man könnte das Fach genauso gut Psycho-Neuro-Endokrino-Sozio-Muskulo-Immunologie nennen. Klingt unaussprechlich. Trifft es genau. Auch deine Muskeln und deine Beziehungen reden mit.

Was ist PNI? Psyche, Nerven, Hormone und Immunsystem wirken zusammen – Grafik von kPNI-Therapeutin Verena Krone

So sieht das im Alltag aus

Du liegst nachts wach, weil dich ein Konflikt im Job nicht loslässt. Dein Gehirn schaltet auf Alarm. Deine Stressachse schüttet Cortisol aus.

Cortisol bremst kurzfristig Entzündungen. Hält der Alarm über Wochen an, hören deine Immunzellen immer schlechter auf dieses Bremssignal. Fachleute nennen das Cortisolresistenz. Die Folge: Entzündungen laufen leise weiter.

Der Weg funktioniert auch andersherum. Bei einer Grippe willst du nur noch ins Bett und keinen Menschen sehen. Das ist kein Charakterzug. Botenstoffe deines Immunsystems verändern dein Gehirn und damit dein Verhalten. Die Wissenschaft nennt das Krankheitsverhalten.

Wie alles begann

Lange galt in der Medizin: Das Immunsystem arbeitet autonom. Was im Kopf passiert, spielt für die Abwehr keine Rolle.

1975 erschütterten zwei Forscher aus Rochester (USA) dieses Bild. Der Psychologe Robert Ader und der Immunologe Nicholas Cohen gaben Ratten Zuckerwasser mit Süßstoff, zusammen mit einem Medikament, das das Immunsystem unterdrückt. Später bekamen die Tiere nur noch das süße Wasser. Ihr Immunsystem reagierte trotzdem geschwächt. Das Gehirn hatte gelernt, die Abwehr herunterzufahren.

Eine Tierstudie, ja. Und doch ein Wendepunkt: Zum ersten Mal war sauber gezeigt, dass Lernen das Immunsystem verändert. 1980 prägte Ader den Begriff Psychoneuroimmunologie, 1981 erschien das gleichnamige Grundlagenbuch.

Etwa zur selben Zeit entdeckte der Neurologe David Felten Nervenfasern, die bis in die Immunorgane hineinreichen. Damit war klar: Zwischen Nerven und Abwehr gibt es echte Leitungen.

1991 folgte eine berühmte Studie am Menschen. Rund 400 gesunde Freiwillige bekamen Erkältungsviren in die Nase getropft. Wer zuvor mehr psychischen Stress angegeben hatte, erkrankte häufiger. Stress ist dabei ein Risikofaktor unter vielen, keine alleinige Ursache. Der Zusammenhang war trotzdem deutlich und hat die Forschung enorm vorangebracht.

PNI und kPNI

Die klassische Psychoneuroimmunologie ist vor allem Grundlagenforschung. Sie fragt: Welche Botenstoffe wirken wie? Welche Signalwege verbinden Gehirn und Immunzellen?

Die klinische Psychoneuroimmunologie (kPNI) bringt dieses Wissen in die Praxis. Sie untersucht die Wechselwirkungen zwischen Psyche, Nerven-, Immun- und Hormonsystem und übersetzt sie in Therapiekonzepte für Menschen mit chronischen Beschwerden. Begründer der klinischen PNI ist der niederländische Therapeut und Wissenschaftler Dr. Leo Pruimboom.

Die kPNI holt sich dafür Wissen aus allen Wissenschaften, die den Menschen betrachten: Psychologie, Neurologie, Immunologie, Hormonlehre, Soziologie und Bewegungswissenschaft. Sie denkt Evolution und Epigenetik mit. Und sie bleibt offen für Erkenntnisse aus der Physik, bis hinein in die Quantenphysik.

Foto oder Film?

Die klassische Medizin stellt ihre Diagnose meist anhand eines Fotos: Wie sieht dein Befund heute aus? Für akute Situationen ist das genau richtig. Ein gebrochenes Bein braucht sofort Hilfe, keine Lebensgeschichte.

Chronische Beschwerden entstehen anders. Sie wachsen über Jahre. Bluthochdruck, Migräne oder eine Autoimmunerkrankung tauchen nicht über Nacht auf. Für sie braucht es den Film.

Dieser Film beginnt mit deinen Genen und deiner frühen Prägung, schon im Mutterleib und in den ersten Lebensjahren. Er zeigt, welche Belastungen dazukamen, wie du gegessen, geschlafen und dich bewegt hast. Und an welcher Stelle dein Körper den Faden verloren hat.

Ich nenne diesen Teil meiner Arbeit gerne Deep Learning. Ich erkläre dir deinen Film. Denn sobald du verstehst, warum dein Körper so reagiert, verliert er seinen Schrecken. Verstehen nimmt Angst. Und weniger Angst bedeutet weniger Daueralarm.

Das Symptom ist der Wegweiser

In der kPNI gilt: Das Symptom ist nicht das Problem. Es zeigt dir den Weg zum Problem. Dein Körper meldet sich, weil etwas schon länger nicht mehr rundläuft.

Das heißt nicht, dass Medikamente tabu sind. Manchmal braucht es zuerst Entlastung, damit überhaupt Raum entsteht, an den Ursachen zu arbeiten. Die kPNI arbeitet mit der Schulmedizin, nicht gegen sie.

Die Kernideen

Alte Gene, neue Welt

Deine Gene stammen aus einer Zeit, in der Menschen täglich viele Kilometer liefen, Hungerphasen kannten, mit der Sonne aufstanden und Kälte aushielten.

Heute sitzen wir viel, essen ständig, leben unter Kunstlicht und frieren selten. Die Evolutionsmedizin nennt das Mismatch: Unsere Biologie passt nicht mehr zu unserem Alltag. Viele Zivilisationskrankheiten lassen sich als Folge dieses Missverhältnisses verstehen.

Alles dreht sich um Energie

Dein Gehirn ist ein Energiefresser. Es verbraucht rund ein Fünftel deines Grundumsatzes. Dein Immunsystem gehört im aktiven Zustand ebenfalls zu den teuersten Systemen deines Körpers.

Beide können sich Energie vom Rest des Körpers holen. Das Gehirn hat tagsüber und unter Stress Vorfahrt. Das Immunsystem bekommt seine Zeit vor allem nachts, bei Infekten und in der Wundheilung.

Ist dein Immunsystem dauerhaft aktiv, zieht es Energie ab, die deinem Gehirn und deinen Muskeln fehlt. Du spürst das als bleierne Müdigkeit, gedrückte Stimmung oder Konzentrationsprobleme.

Zurück zum Urlaub: Die kPNI bietet dafür eine stimmige Erklärung. Monatelang hatte dein Gehirn Vorfahrt. Im Urlaub fährt der Alarm herunter, und dein Immunsystem holt nach, was liegen geblieben ist. Bewiesen ist dieser Mechanismus für den Einzelfall nicht. Er passt allerdings sehr gut zu dem, was wir über Energieverteilung wissen.

Die stille Entzündung

Eine Entzündung muss nicht rot und heiß sein. Oft schwelt sie leise im Hintergrund, Fachleute sprechen von Silent Inflammation oder niedriggradiger Entzündung.

Du hast kein Fieber. Du fühlst dich nur dauerhaft leer und kommst morgens schwer in Gang. Dein Immunsystem tut damit nur, wofür es gemacht ist: Es versucht, dich zu schützen. Es braucht von dir das Signal, dass die Gefahr vorbei ist.

Alles hat seinen Takt

Dein Körper folgt einer inneren Uhr. Hormone, Verdauung, Immunabwehr: Alles hat seine Zeit. Der Chronobiologe Till Roenneberg nennt die Lücke zwischen deiner inneren Uhr und deinem Wecker sozialen Jetlag. Und den haben die meisten von uns jede Woche.

Lebenszeit ist zu kurz für „ständig müde“.

Die vier Stellschrauben

Die kPNI setzt dort an, wo dein Körper evolutionär Signale erwartet. Vier Bereiche spielen dabei zusammen:

SäuleSo setzt die kPNI an
ErnährungNaturbelassen und „etikettenfrei“, reich an Omega-3-Fettsäuren, wenig stark verarbeitete Kohlenhydrate. Essen, das deinen Körper beruhigt statt ihn zu reizen.
BewegungArbeitende Muskeln schütten Botenstoffe aus, sogenannte Myokine. Einige davon wirken entzündungshemmend. Bewegung ist damit ein natürliches Signal an dein Immunsystem.
Psyche & RhythmusBelastende Lebensthemen anschauen statt wegdrücken. Schlaf und Tageslicht als Taktgeber nutzen. Stress verstehen, bevor du ihn managst.
Kleine ReizeKurze, dosierte Herausforderungen wie Kälte, Sauna oder eine lange Nachtpause durch ein früheres Abendessen. Sie trainieren die Anpassungsfähigkeit deiner Zellen.

Gut zu wissen: Reize wie Kälte oder Fasten sind kein Wettbewerb. Mit Vorerkrankungen sprichst du sie vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.

Mein Vorbild

So sehr mich die kPNI geprägt hat: Mein großes Vorbild in der PNI ist DDr. Christian Schubert. Er ist Arzt, Psychologe und Psychotherapeut und leitet das Labor für Psychoneuroimmunologie an der Klinik für Medizinische Psychologie der Medizinischen Universität Innsbruck.

Schubert kritisiert, dass die Medizin den Menschen viel zu oft auf Laborwerte reduziert. Gerade bei chronischen Erkrankungen zählt für ihn die erlebte Krankengeschichte.

In seinen sogenannten integrativen Einzelfallstudien begleitet er einzelne Menschen über Wochen. Er misst regelmäßig Stress- und Immunwerte und legt sie neben das, was im Leben dieser Menschen gerade passiert. So wird sichtbar, wie ein Streit oder eine Kränkung Tage später im Körper ankommt.

Was mich daran so berührt: Er bringt harte Messdaten und die Lebensgeschichte eines Menschen an einen Tisch. Erschöpfung hat bei ihm immer eine Geschichte. Genau so arbeite ich auch.

Seine Bücher lege ich dir sehr ans Herz, allen voran „Was uns krank macht – Was uns heilt“. Du findest sie ganz unten bei den lesenswerten Büchern.

Mein Weg zur kPNI

2003: Ein Lehrer, der anders dachte

2003 habe ich bei der SPT-Education meine Weiterbildung zur Sportphysiotherapeutin gemacht. Dort saß ich in den Ernährungskursen von Dr. Bram van Dam.

Bram war niederländischer Sport- und Ernährungswissenschaftler und ein Urgestein der SPT. Schon 1987 hatte er das allererste Curriculum der Sportphysiotherapie mitentwickelt.

In seinen Kursen ging es um weit mehr als Kalorien. Bram sprach über Darm, Immunsystem und Psyche als ein Netzwerk. Er sprach von der kPNI, lange bevor ich ahnte, wie groß dieses Thema ist.

Erst viel später habe ich in der Chronik der SPT gelesen: Genau 2003 startete dort erstmals das Konzept zur Psycho-Neuro-Immunologie, mit Bram van Dam und Leo Pruimboom. Ich war mittendrin, ohne es zu wissen. Leo Pruimboom hatte ich damals gar nicht auf dem Schirm. Für mich war Bram die PNI.

2010: Zurück zu Bram

Dann wurde ich Mutter. Mein Alltag drehte sich um ganz andere Dinge. 2010 erinnerte ich mich an Bram und an das, was er uns mitgegeben hatte.

Fragen konnte ich ihn nicht mehr. Bram war im Dezember 2008 gestorben.

Also begann ich die kPNI-Ausbildung bei der kPNI-Akademie. Damals gab es nur wenige Standorte. Mein Weg führte mich deshalb bis nach Burghausen in Bayern, quer durch Deutschland und neben dem Familienalltag. Diese Strecke bin ich gern gefahren. So wichtig war mir dieses Wissen.

Sobald die Ausbildung auch in Köln angeboten wurde, bin ich dorthin gewechselt. Und habe die Gelegenheit genutzt: Ich habe die Ausbildung dort zweimal wiederholt. Nicht, weil ich musste. Ich wollte tiefer. Jeder Durchgang hat neue Schichten freigelegt. Zahlreiche Follow-up-Themen haben mein Verständnis weiter geschärft.

2014: Eine Prüfung ohne Pflicht

Eine Abschlussprüfung ist bei der kPNI-Akademie keine Pflicht. Ich habe sie 2014 trotzdem abgelegt. Denn wer in eine Prüfung geht, lernt noch einmal ganz anders.

Für meine Vorbereitung habe ich ein großes Lernposter entwickelt, das die Zusammenhänge der kPNI auf einen Blick zeigt. Ich habe es dem kPNI-Berufsverband zur Verfügung gestellt. Bis heute lernen kPNI-Schülerinnen und -Schüler damit.

kPNI für Zuhause

Während meiner Ausbildung wuchs eine Frage in mir: Wie bekomme ich dieses Wissen zu den Menschen, die es am dringendsten brauchen? Nicht zu Therapeuten. Zu dir.

Ende 2012 war es so weit. In Hemer startete der erste Kurs von LEB DICH GESUND, vor Ort, mit echten Menschen an echten Tischen. Ich kenne niemanden, der die kPNI vor mir in ein Kurskonzept für Laien übersetzt hat.

Von 2013 bis Ende 2017 liefen jedes Jahr drei Kurse. Und immer wieder hörte ich denselben Satz: „Ich brauche eine Verena für zuhause.“

Richtig so. Gesundheit entsteht nicht im Kursraum. Sie entsteht in deiner Küche, an deinem Esstisch und in deinem Schlafzimmer. Und die ganze Familie sollte mitgenommen werden können.

Seit 2018 läuft LEB DICH GESUND online. Du gehst Schritt für Schritt in deinem Tempo. Und wer mag, bucht eine 1:1-Begleitung dazu.

Wann kPNI passt

Die kPNI spielt ihre Stärken bei chronischen Beschwerden aus, bei denen die klassische Organmedizin oft an Grenzen stößt. Zum Beispiel bei:

  • anhaltender Erschöpfung und Müdigkeit
  • Reizdarm und anderen Verdauungsbeschwerden
  • immer wiederkehrenden Infekten
  • Autoimmunerkrankungen
  • Fibromyalgie und chronischen Schmerzen

Lass neue, starke oder anhaltende Beschwerden bitte immer ärztlich abklären. Eine kPNI-Begleitung ergänzt die medizinische Behandlung. Sie ersetzt sie nicht.

Dein erster Schritt

Zu erkennen, dass alles zusammenhängt, kann erst einmal überfordern. Wo sollst du da anfangen?

Die gute Nachricht: Eben weil alles zusammenhängt, ist es fast egal, wo du beginnst. Jede Veränderung bewegt das ganze Netzwerk mit. Wähle den kleinsten Schritt, bei dem du sofort sagst: „Ja, das schaffe ich.“

Die kPNI folgt dabei einer alten Lernregel: vom Leichten zum Schweren, vom Bekannten zum Unbekannten, vom Einfachen zum Komplexen. Wie das aussieht, zeigt dir das Beispiel Ernährung:

Kleine Schritte hin zu einer gesunden Ernährung – Ernährungsumstellung Schritt für Schritt nach der kPNI, Grafik von Verena Krone

Du startest nicht mit dem kompletten Speiseplan. Du startest mit dem einen Schritt, der dir heute leichtfällt. Sitzt er, folgt der nächste. So wächst Erfolg auf Erfolg. Weitere kleine Schritte für andere Bereiche:

  • Geh morgens zehn Minuten raus ins Tageslicht. Das stellt deine innere Uhr.
  • Iss eine Stunde früher zu Abend. So verlängerst du deine Nachtpause, und dein Immunsystem hat nachts freie Bahn.
  • Steh nach dem Mittagessen auf und geh ein paar Minuten. Deine Muskeln senden dabei Signale an dein Immunsystem.
  • Leg dein Handy abends eine Stunde vor dem Schlafen weg.

Das Wichtigste in einem Satz

Dein Körper ist ein Netzwerk, und jeder kleine Schritt bewegt das ganze System. Gesundheit muss man selber machen.

Du bist seit Wochen müde und weißt nicht, wo du anfangen sollst? Mach meinen Warum bin ich so müde Test. Er zeigt dir, wo dein Körper gerade Energie verliert.

Häufige Fragen

Was ist Psychoneuroimmunologie einfach erklärt?

Die Psychoneuroimmunologie erforscht, wie Gefühle, Gedanken und Erlebnisse über Nerven und Hormone dein Immunsystem beeinflussen. Und wie dein Immunsystem umgekehrt deine Stimmung und dein Verhalten verändert.

Was ist der Unterschied zwischen PNI und kPNI?

Die PNI ist vor allem Grundlagenforschung. Die klinische PNI (kPNI) wendet dieses Wissen in der Praxis an und entwickelt daraus Therapiekonzepte für Menschen mit chronischen Beschwerden. Begründer der kPNI ist Dr. Leo Pruimboom.

Ist die Psychoneuroimmunologie wissenschaftlich anerkannt?

Ja. Die PNI ist seit Jahrzehnten ein etabliertes Forschungsfeld mit eigener Fachgesellschaft und eigenen Fachzeitschriften wie „Brain, Behavior, and Immunity“. Die klinische PNI ist ihre praktische Anwendung. Für einzelne Maßnahmen wie Bewegung gibt es sehr gute Studien, für andere ist die Datenlage dünner. Eine ehrliche kPNI-Therapeutin sagt dir, was gut belegt ist und was nicht.

Was macht eine kPNI-Therapeutin?

Eine kPNI-Therapeutin schaut mit dir auf deinen Film: deine Lebensgeschichte, deine Beschwerden und deinen Alltag. Daraus entsteht ein Verständnis dafür, warum dein Körper so reagiert. Gemeinsam setzt ihr an Ernährung, Bewegung, Rhythmus und Stressthemen an.

Ersetzt kPNI den Arztbesuch?

Nein. Beschwerden gehören immer zuerst ärztlich abgeklärt. Die kPNI ergänzt die medizinische Behandlung und setzt dort an, wo Lebensstil und Lebensgeschichte eine Rolle spielen.

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Quellen

  1. Ader R, Cohen N. Behaviorally conditioned immunosuppression. Psychosomatic Medicine. 1975;37(4):333–340.
  2. Ader R (Hrsg.). Psychoneuroimmunology. New York: Academic Press; 1981.
  3. Felten DL, Felten SY, Carlson SL, Olschowka JA, Livnat S. Noradrenergic and peptidergic innervation of lymphoid tissue. Journal of Immunology. 1985;135(2 Suppl):755s–765s.
  4. Cohen S, Tyrrell DAJ, Smith AP. Psychological stress and susceptibility to the common cold. New England Journal of Medicine. 1991;325(9):606–612.
  5. Pedersen BK, Febbraio MA. Muscle as an endocrine organ: focus on muscle-derived interleukin-6. Physiological Reviews. 2008;88(4):1379–1406.
  6. Straub RH. The brain and immune system prompt energy shortage in chronic inflammation and ageing. Nature Reviews Rheumatology. 2017;13(12):743–751.
  7. PNI Europe / Natura Foundation. Lehrbuch klinische Psycho-Neuro-Immunologie, Kapitel 1 (Einführung), 2 (Evolutionsmedizin), 7 (Das egoistische Immunsystem) und 8 (Diagnose). Ausbildungsunterlagen der kPNI-Akademie.
  8. Roenneberg T. Wie wir ticken. Die Bedeutung der Chronobiologie für unser Leben. Köln: DuMont; 2010.
  9. spt-education. Chronik. spt-education.de/ueber-spt/chronik (abgerufen am 27.10.2026).
  10. Wikipedia. Bram van Dam. de.wikipedia.org/wiki/Bram_van_Dam (abgerufen am 27.10.2026).

Lesenswerte Bücher

  • Singer M, Schubert C (Hrsg.). Das Unsichtbare hinter dem Sichtbaren. Gesundheit und Krankheit neu denken. Perspektiven der Psychoneuroimmunologie. Norderstedt: BoD; 2020.
  • Schubert C (Hrsg.). Psychoneuroimmunologie und Psychotherapie. 2., überarbeitete Auflage. Stuttgart: Schattauer; 2015.
  • Ehlert U, von Känel R (Hrsg.). Psychoendokrinologie und Psychoimmunologie. Berlin, Heidelberg: Springer; 2011.
  • Schubert C, Amberger M. Was uns krank macht – Was uns heilt. Aufbruch in eine Neue Medizin. Munderfing: Fischer & Gann; 2016. Taschenbuchausgabe: München: Goldmann; 2024.
  • Schubert C. Geometrie der Seele. Wie unbewusste Muster das Drehbuch unseres Lebens schreiben. 2023.
  • Röcker AE. Immunsystem und Psyche – ein starkes Paar. Die Kraft, die uns am Leben hält, verstehen und stärken. München: Scorpio; 2021.
  • Berndt C. Die Rundum-gesund-Formel. München: dtv; 2023.

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