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Berufstätige Mütter gehen auf dem Zahnfleisch.

von | Nov 27, 2019 | Blog | 0 Kommentare

Ständig müde, häufig gereizt, ohne Energie – viele berufstätige Mütter gehen auf dem Zahnfleisch, denn die Vereinbarkeit von Job und Familie ist eine der größten Herausforderungen für sie.

Viele berufstätige Mütter fühlen sich alleinerziehend.

 

In der Working Mom Studie von 2017 gaben die befragten Mütter folgendes an:

 

  • 89% betrachten sich selbst als das Organisationstalent in der Familie

  • 69% haben das Gefühl die Mutter- und Vaterrolle erfüllen zu müssen

  • 51% übernehmen die Aufgaben rund ums Familienmanagement lieber selbst

  • 32% fühlen sich trotz Partner alleinerziehend

 

Diese Zahlen stimmen tatsächlich auch mit meinen Beobachtungen innerhalb meiner Coachings überein. Die meisten meiner Mütter überschreiten in ihrem alltäglichen Einsatz ihre Grenzen und versuchen mehr als 100% zu geben. Und dann muss alles möglichst perfekt sein.

Diesem viel zu hohen Eigenanspruch kann keine Mutter gerecht werden und so kommt es nahezu zwangsläufig zum nächsten Schritt – die Mütter plagt ein ständig schlechtes Gewissen.

Fazit der Working Mom Studie ist es, dass berufstätige Frauen derzeit noch keine ausreichend guten Bedingungen vorfinden, um den Spagat zwischen Beruf und Familie leichter zu schaffen. Hieran müsse gearbeitet werden.

Darauf zu warten, dass sich äußere und gesellschaftliche Bedingungen verändern, nutzt einer überforderten und erschöpften Mutter im Hier und Jetzt aber gar nichts.

Bedingungslose Ist-Analyse!

Statt dessen empfehle ich einen bedingungslos ehrlich Ist-Anaylse. Wo verstecken sich in meinem Leben Energieräuber, die ich eigenverantwortlich eliminieren kann. Und zwar am besten sofort!

Berufstätige Mütter vergleiche ich gerne mit Leistungssportlerinnen. Auch ihnen wird permanent eine hohe Leistung abverlangt, die dann auch noch punktgenau abrufbar sein muss. Und nicht jede Leistungssportlerin trainiert im Rahmen einer optimalen Trainingsstätte.

Doch auf die inneren Bedingungen kann immer Einfluss genommen werden. Hier meine 5 wichtigstenTipps:

Tip 1: Versorge dich mit einer energieschenkenden und nicht energieraubenden Ernährung.

 

Wähle hierfür eine etikettenfreie und natürliche Ernährungsweise. Das bedeutet, dass nur Lebensmittel verarbeitet und gegessen werden, die der Natur entspringen und keine Deklarationspflicht haben. Wer sich mit drei Mahlzeiten nach diesem Basisprinzip und mit Genuss jeden Tag wirklich satt isst, merkt schnell, wie die eigenen Energie steigt. Denn die Energieräuber Zucker, raffinierte Kohlenhydrate und künstliche Inhaltsstoffe haben keinen Platz mehr auf dem Teller.

 

Tip 2: Kalkuliere 7 bis 9 Stunden Schlaf ein. Und zwar gnadenlos.

Jede Mutter weiß, wie wichtig ausreichend Schlaf für ihr Kind ist. Schlafen Kinder nicht ausreichend, dann wird der Folgetag durch schlechte Laune und Knatscherei dominiert. Doch wenn es um das eigene Schlafbedürfnis geht, werden oft neue Maßstäbe gesetzt. Dabei ist eine guter und tiefer Nachtschlaf entscheident, um nicht nur unsere Batterien wieder voll aufzuladen, sondern auch um Erlebtes besser verarbeiten zu können. Außerdem nimmt unser Schlafverhalten auch noch Einfluss auf unsere Essgewohnheiten. Schlafen wir zu wenig, neigen wir am nächsten Tag nicht nur dazu, mehr Zucker und raffinierte Kohlenhydrate zu essen, sondern wir essen auch öfter. Ziel: wach bleiben. Und schon bekommen wir den 1. Punkt nicht mehr gut umgesetzt. Achte also auf 7-9 Stunden Schlaf. Am besten in einem wirklich dunklen, kühlen und technikfreien Schlafzimmer.

Tip 3: Lass Kälte deine beste Freundin werden.

 

Dieser Tipp klingt erst einmal sehr unangenehm und wenig plausibel. Kälte soll helfen? Genau. Eine kalte Dusche am Morgen ist ein absoluter Segen, um nicht nur frischer durch den Tag, sondern auch langfristig belastbarer durch den Alltag zu gehen. Denn Kälter verbessert die Arbeit unserer Nebenniere. Hier wird unser Stresshormon Cortisol gebildet. Es ist existenziel für unser Überleben. Chronischer Stress führt erst in eine erhöhte Cortisolbildung, gefolgt von einer Erschöpfung. Wir produzieren dann weniger Cortisol, bei gleichbleibend hohem Stress. Dieser Mechanismus führt unter anderem zu einer erhöhten Reizbarkeit und einer gesenkten Belastbarkeit. Außerdem werden wir infektanfälliger und unsere Gehirnleistung nimmt ab. Kälte – insbesondere am Morgen – hilft der Nebenniere wieder in ihre gesunde Balance zu kommen.

 

Tip 4: Pflege eine klare Kommunikation und nimm Hilfe an.

 

Familienmanagement ist ein Wir-Projekt und keine Ich-AG. Doch viele Mütter gaben in der Working Mom Studie an, dass sie lieber alles allein machen, als die Aufgaben ihrem Partner zu überlassen. Eine typische Falle von Perfektionistinnen, mit dem Ergebnis, dass sie dann auch wirklich alles allein machen müssen. Hier hilft nur die Einrichtung eines „Familienrates“ mit einer klaren Kommunikation und klar festgelegten Aufgabenverteilungen. Besprochenes kann in einem Stundenplan festgehalten werden, so dass alle erkennen, was wann und von wem gemacht wird. Wichtig! Sobald ein Familienrat abgehalten wurde, sollte sofort der nächste in den Kalender eingetragen werden. Sonst entsteht keine nachhaltige Veränderung. Die Perfektionistin muss nun natürlich für zwei Dinge offen sein: 1. Arbeitsteilung und 2. Reduktion der eigenen Ansprüche

 

 

Tip 5: Gestalte deinen Wohnraum simpler. So hast du weniger Arbeit und kommst leichter zur Ruhe.

 

Berufstätige Mütter wissen, dass es ihnen besser gehen würde, wenn sie sich selbst nicht so verrückt machen würden. Und jede Mutter weiß, dass es der gesamten Familie besser geht, wenn es ihr besser geht. Und trotzdem gelingt die Umsetzung oft nicht allein. Auch in der Working Mom Studie gaben sehr viele Mütter an, dass sie in ihren eigenen vier Wänden nicht zur Ruhe kommen. Oft liegt es daran, weil immer etwas zu tun ist. Wer seinen Haushalt simpel und übersichtlich gestaltet, ist nicht nur schneller mit allem fertig, sondern lebt auch in klaren Strukturen. Diese können uns Ruhe und Klarheit schenken. Sammlungen, Stehrumpsel und übermäßige Dekoration müssen gepflegt werden. Das kostet Zeit und Nerven. Nicht klar definierte Haushaltsstrukturen, machen es für andere Familienmitglieder schwerer die gewünschte mütterliche Ordnung einzuhalten. Gibt es für Mütze, Schal und Handschuh oder Jacken und Schuhe feste Plätze, können sich schon die ganz Kleinen mit in den Haushalt und damit in die Ordnung einbringen.

 

Fünf scheinbar sehr simple Tipps, die jedoch bei konsequenter Umsetzung einen enormen Einfluss auf die eigene Energie und Gesundheit haben.

 

 

 

 

Du wünschst dir volle Energie und Gesundheit, ohne ständig müde und gereizt zu sein? Dann bewirb dich jetzt auf ein kostenloses Beratungsgespräch mit mir.

Wir schauen gemeinsam, ob und wie ich dir helfen kann. Ich freue mich auf dich, Deine Verena

 

 

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